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Zürchsee-Zeitung Artikel Tour du Rwanda

Rad

Oliver Behringer eröffnet seine erste Profisaison in Ruanda. Getragen von den radsportbegeisterten Einheimischen führt der Stäfner seinen Teamleader von Novo Nordisk im Gesamtklassement in die Top 10.


«In den Etappen in der Hauptstadt Kigali standen die Leute in zehn und mehr Reihen an der Strasse», berichtet Oliver Behringer nach seiner Rückkehr aus dem ostafrikanischen Binnenland«Wir gaben als Team alles, um unseren Leader David Lozanomöglichst lange zu schonen.». Die Begeisterung der Leute für den grössten Sportanlass im Land sei unglaublich gewesen. «Man sagte uns, dass ein Drittel der Bevölkerung, also rund drei Millionen, die Rundfahrt am Strassenrand mitverfolgt hätten», sagt der Stäfner Neoprofi in Diensten des ProContinental-Teams Novo Nordisk.

Knapp drei Wochen hielt er sich in Ruanda auf. «Ich konnte mir in der Höhe von mindestens 1500 Meter über Meer eine gute Grundlage für die Saison schaffen», sagt Behringer. Die achttägige Rundfahrt, die von der UCI von 2.2 auf 2.1 aufgestuft wurde, bildete den Abschluss seines Aufenthalts. Dieses Upgrade habe dazu geführt, dass das Starterfeld deutlich stärker war als letztes Jahr.


«Wir gaben als Team alles, um unseren Leader David Lozano möglichst lange zu schonen.»


Gesamtzweiter wurde etwa der Este Rein Taaramäe, seines Zeichens Etappensieger am Giro und der Vuelta. 2018 war die Tour du Rwanda Anfang August ausgetragen worden. Er hatte als Stagière seinen ersten Auftritt bei den Profis. Dieser dauerte allerdings nur zwei Tage, ehe der einzige Schweizer bei Novo Nordisk wegen einer Magen-Darm-Geschichte aufgeben musste.


Helferdienste leisten

«Wir hatten uns schon damals daran gehalten, nur Gekochtes zu essen oder Früchte, die man schälen konnte. Jetzt achtete ich einfach 101 Prozent auf die Hygiene, desinfizierte die Hände», schildert der 22-Jährige. Gesundheitliche Probleme blieben diesmal aus. So konnte er sich voll auf seinen Job als Mannschaftshelfer konzentrieren. «Wir gaben als Team alles, um unseren Leader David Lozano möglichst lange zu schonen. Das bedeutete für mich je nach Rennsituation: im Wind fahren, Trinken und Essen vom Teamfahrzeug holen oder auch mal einfach neben Lozano fahren, um ihn aus unnötigen Positionskämpfen herauszuhalten», berichtet der Stäfner. Das Ziel der fünfköpfigen Equipe war ein Top-10-Platz im Gesamtklassement.

Nach den ersten drei Etappen befand sich der spanische Teamleader knapp ausserhalb der Top 10, wobei alles bis zum 5. Platz noch relativ nah zusammen war. «Für uns hiess das, die Attacken der gefährlichen Fahrer als Team zu neutralisieren oder als «Kontrolleur» mit in die Spitzengruppe zu gehen.» Belohnt wurde diese Arbeit mit dem 6. Schlussrang Lozanos. Behringer belegte Etappenränge zwischen 43 und 58, im Gesamtklassement findet man ihn an 47. Stelle. Im Vordergrund habe ganz klar die Teamleistung gestanden.


Rennkalender noch offen

Behringer kehrte am Dienstag zufrieden in die Schweiz zurück: «Für mich persönlich war die Rundfahrt ein perfekter Einstieg in meine erste Profisaison. Ich konnte als Teil des Teams meinen Beitrag zum Erfolg beisteuern und jeden Tag neue Erfahrungen sammeln.» Das Rennen in Ruanda kenne keine einfachen Tage. Der Name «Land der tausend Hügel» kommt nicht von ungefähr: «Jeden Tag ging es ordentlich rauf und runter.»

Zu Hause am Zürichsee erholt sich Oliver Behringer nun von den Strapazen, ehe er einen Trainingsblock einschaltet. In den Rennbetrieb zurückkehren wird er erst Ende Monat. Wo das sein wird, weiss er allerdings noch nicht. «Wenn es wieder losgeht, will ich bereit sein», sagt der 22-Jährige. Entsprechend seriös will er sich vorbereiten. Immerhin nimmt ihm das Team die administrativen Arbeiten im Zusammenhang mit den Reisen ab. «Flug, Transfers und Hotel werden für mich organisiert. Ebenso erhalte ich alle Adressen unserer Unterkünfte, welche ich der UCI für allfällige Kontrollen melden muss.»


Quelle: Zürichsee-Zeitung

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